15. Juni – Aktion an der Urantransporte Strecke

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Nach einem ereignisreichen Tag und einer erfolgreichen Abseilaktion von der Bahnstrecke der Urantransporte sitzen wir in der einzigen Kneipe in Ediger, warten auf unser Bier und verfassen diesen Logbucheintrag. Unser Bier ist da. Bitburger…

Gestern Abend waren wir in Traben-Trabach (unter Kennern auch doubble-T-Town). Bei DEM Fest im Zirkuszelt direkt an der Mosel haben wir Flyer verteilt und auch nachts noch viele Leute motiviert unser Floß zu besuchen. Am nächsten morgen, also heute, sind wir früher als sonst losgefahren. Schon um 8 Uhr starteten wir, das Frühstück aßen wir dann während der Fahrt auf dem Floß.

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Danach ist das Schlauchboot tanken gefahren. Bei der lustigen Spritzfahrt durften auch Unerfahrene in den Genuss kommen, fahren zu lernen. In der ersten Schleuse mussten dann sowohl Floß als auch Schlauchboot nach Anweisung des Vorgesetzten der Schleuse in die engere Sportbootschleuse, anstatt mit den größeren Frachtern geschleust zu werden. Dabei konnten wir den Schleusenschleim kennenlernen. Falls ihr das schon mal gemacht habt wisst ihr ja was wir meinen ;-) .

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Danach kam viel Bewegung in die Crew, denn die Aktionsvorbereitungen gingen in die letzte Runde. Überall lag Klettermaterial rum, Menschen sprangen von links nach rechts und von rechts nach links, Banner wurden über das gesamte Floß ausgebreitet und für die Aktion fertig gemacht. Dann startete die Aktionsgruppe mit dem Schlauchboot. Die auf dem Floß Hinterbliebenen sprangen erstmal ins Wasser um sich abzukühlen. Als das Schlauchboot zurück kam legte es noch kurz im nahegelegenen Ort an und holte Besuch ab, der nun zwei Tage mit uns auf dem Floß verbringen wird. Genau zur richtigen Zeit, denn bald erreichten wir die Brücke, von der die Aktivist*innen sich abseilten. Sie spannten zwei Banner mit der Aufschrift „Mal richtig abschalten. Atomkraft nein Danke.“ sowie einen Atomtotenkopf. Die Brücke war nicht ganz zufällig gewählt, denn über diese Brücke rattern durchschnittlich zweimal im Monat Urantransporte. Diese liefern Uran in den verschiedensten Verarbeitungsschritten und liefern somit das Material, das schlussendlich die AKWs betreiben wird. Nachdem die Fotographen vom Schlauchboot aus gute Bilder bekommen haben, seilten sich die Aktivst*innen auf das Floß ab und die Fahrt ging weiter.

Mit ein paar Regentropfen – die Ersten auf dieser ansonsten extrem sonnigen Tour – kamen wir dann in Ediger an. Wir trafen dort noch einen lokalen Journalisten und haben unsere Botschaft zu Atomtransporten weitergegeben.

Nach dem Anlegen bauten wir noch einen Infostand auf. Mit großartiger Unterstützung vom Anti-Atom-Netz-Trier verteilten wir Flyer und führten viele interessante Gespräche. Auch das Floß wurde von vielen Menschen besichtigt. Jetzt genießen wir den Abend und freuen uns schon auf die morgige Tour nach Cochem.

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