21. Juni: Presse, Presse, Presse

Anti-Atom-Floßtour-bonnDer heutige Tag war geprägt von viel Presse. Bereits beim Frühstück traf ein SWR-Fernsehteam ein, welches für die Sendung „Natürlich“ auf dem Floß drehte. Gleich vier Personen kamen an Bord und führten Interviews mit verschiedenen Flößer*innen, die das Gespräch auch immer wieder auf das Thema der Tour, also die Urantransporte zurück lenkten und über die Erfahrungen bei den Infotischgesprächen sprachen. Das Floß wurde von oben mit Drohnen gefilmt, die wie große Hummeln um das Floß herumsirrten. Auch die Urantransportstrecke am Rhein lang konnte begutachtet werden, als dort ein Güterzug wartete. Ein kurzer Halt in Remagen machte klar, dass Flyer verteilen in der Mittagshitze mit Kamerateam noch schwerer ist als sowieso schon.

Ein Stunde später wurde in Rolandseck dann das Kamerateam ausgetauscht – SWR gegen RTL West, die jedoch nur zu zweit waren und nur eine kleine Kamera mitnehmen durften. Es folgte wieder viel Interesse an dem Floß, dem Leben darauf und unserer Motivation in einigen Interviews, die vorn geführt wurden und so bei jedem Schiff zu nassem Hintern führten. Nachdem wir auch dieses Kamerateam abgesetzt hatten, konnten wir die letzten paar Kilometer bis Bonn in Ruhe fahren, wenn auch der Rhein viel zu schnell für unseren nächsten Pressetermin in Bonn strömte.

Trotz der früheren Ankunft wurden wir in Bonn von den Menschen von AntiAtomBonn freundlich mit Transparenten empfangen. Auch viel Presse wartete wieder und wie auch bei den letzten Presseteams war es schwer, sie für die genaueren Erklärungen was eigentlich wohin warum transportiert wird zu begeistern (auch wenn die halben Erklärungen immer wieder zu Missverständnissen und Fehlern in den Berichten führen). Trotz am Samstag anstehender Menschenkette von Aachen nach Tihange schaffte es AntiAtomBonn, noch eine Infoveranstaltung zu organisieren. Diese war zwar nicht überragend besucht, dennoch konnten wir einige Infos zur Atomspirale und Urantransporten rüber bringen und auch eine Einladung zu den Castoren auf dem Neckar fehlte nicht.