22.Juni: Zu heiß für Aktionen

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Heute fing der Tag schon so heiß an, dass kaum an irgendwelche Aktivitäten zu denken war und wir verabschiedeten so morgens nur einige liebe Mitreisende. Es wurde zunehmend heißer und schwüler, sodass es nur auf dem Floß einigermaßen erträglich war und wenig Leute unterwegs waren. Für den Nachmittag waren Unwetter angekündigt und gerade als die ersten Tropfen fielen, hatten wir den Infotisch eingepackt und die Plane über dem Floß ausgebreitet. Auch der gestern erworbene Anti-Atom-Regenschirm konnte eingeweiht werden. Leider blieb es bei den paar Tropfen, sodass die drückende Luft sich erst gegen Abend auflöste. Dafür konnte der erste Film über die Floßtour bewundert werden.

21. Juni: Presse, Presse, Presse

Anti-Atom-Floßtour-bonnDer heutige Tag war geprägt von viel Presse. Bereits beim Frühstück traf ein SWR-Fernsehteam ein, welches für die Sendung „Natürlich“ auf dem Floß drehte. Gleich vier Personen kamen an Bord und führten Interviews mit verschiedenen Flößer*innen, die das Gespräch auch immer wieder auf das Thema der Tour, also die Urantransporte zurück lenkten und über die Erfahrungen bei den Infotischgesprächen sprachen. Das Floß wurde von oben mit Drohnen gefilmt, die wie große Hummeln um das Floß herumsirrten. Auch die Urantransportstrecke am Rhein lang konnte begutachtet werden, als dort ein Güterzug wartete. Ein kurzer Halt in Remagen machte klar, dass Flyer verteilen in der Mittagshitze mit Kamerateam noch schwerer ist als sowieso schon.

Ein Stunde später wurde in Rolandseck dann das Kamerateam ausgetauscht – SWR gegen RTL West, die jedoch nur zu zweit waren und nur eine kleine Kamera mitnehmen durften. Es folgte wieder viel Interesse an dem Floß, dem Leben darauf und unserer Motivation in einigen Interviews, die vorn geführt wurden und so bei jedem Schiff zu nassem Hintern führten. Nachdem wir auch dieses Kamerateam abgesetzt hatten, konnten wir die letzten paar Kilometer bis Bonn in Ruhe fahren, wenn auch der Rhein viel zu schnell für unseren nächsten Pressetermin in Bonn strömte.

Trotz der früheren Ankunft wurden wir in Bonn von den Menschen von AntiAtomBonn freundlich mit Transparenten empfangen. Auch viel Presse wartete wieder und wie auch bei den letzten Presseteams war es schwer, sie für die genaueren Erklärungen was eigentlich wohin warum transportiert wird zu begeistern (auch wenn die halben Erklärungen immer wieder zu Missverständnissen und Fehlern in den Berichten führen). Trotz am Samstag anstehender Menschenkette von Aachen nach Tihange schaffte es AntiAtomBonn, noch eine Infoveranstaltung zu organisieren. Diese war zwar nicht überragend besucht, dennoch konnten wir einige Infos zur Atomspirale und Urantransporten rüber bringen und auch eine Einladung zu den Castoren auf dem Neckar fehlte nicht.

20. Juni – Auf dem Rhein bis Bad Breisig

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Heute war unsere erste Etappe auf dem Rhein. Wir fuhren in den Rhein rein, einige von uns sprangen in den Rhein rein und wir freuten uns darüber, uns weitgehend ohne Motor treiben lassen zu können und dennoch viel schneller zu sein als in den vergangenen Tagen auf der Mosel. Ein voll besetztes Floß, viel Sonnenschein und ein (leider abends wieder abgereister) Logbuch-Zeichner (siehe gestriger Eintrag) sorgten für gute Laune. Wir passierten das abgeschaltete AKW Mülheim-Kärlich auf dessen Rückbau wir in den vergangenen Tagen mehrfach angesprochen worden waren. Diese Debatten und unser Floß direkt vor dem AKW führten uns nochmal vor Augen, wie viele Menschen das Problem der AKW als ein schon abgeschlossenen oder jedenfalls fast abgeschlossenes Problem betrachten. Dass wir immer antworten konnten, garnicht wegen der Probleme der stillgelegten Anlagen unterwegs zu sein, sondern wegen der steigenden Zahl der Zuliefertransporte bescheinigte uns einmal mehr den Sinn unserer Tour.
Der starke Wellengang auf dem Rhein durch die Berufsschifffahrt lehrte uns, alles gründlich festzutüddeln… naja, fast alles: heute haben wir eine kleine Espressomaschine versenkt :)
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18. Juni: Letzter Tag auf der Mosel

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Den heutigen Logbucheintrag verfassen wir zwischen der „Rhein Prinzess“, der „France“ und der „Rex-Rhein“, zwischen die wir uns am deutschen Eck manövriert haben mit unserem winzig klein wirkenden Floß, über uns die Anlegeleine des einen Schiffes, neben uns die Bordwand.

Bevor wir aber über den heutigen Tag berichten, noch ein Nachtrag zu gestern: Den Abend verbrachten wir damit, sämtliche Haushalte in Alken mit Flugblättern zu Urantransporten zu versorgen – manchmal wirken Orte vorher kleiner als sie sind, wenn mensch sich aufmacht um jeden Briefkasten zu finden. Hoffentlich sind also heute Floßtour und Urantransporte die Gesprächsthemen in Alken.

Dann ging es heute noch die letzten 25km die Mosel herunter bis zur Ankunft am Nachmittag in Koblenz, wo wir nach bereits erwähntem Anlegemanöver freundlich empfangen und bekocht wurden. Viel Besuch heute lässt uns hoffen, dass auch am morgigen Ruhetag viele Leute das Floß besuchen und mit uns über Urantransporte und Widerstandsmöglichkeiten ins Gespräch kommen. Am morgigen Abend gibt es dann auch noch eine Infoveranstaltung in Koblenz. Weiterlesen

17. Juni – Viel Warten und Flyer verteilen an der Schleuse

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Unser gestriger Abend in Cochem war noch sehr gemütlich, auch wenn das von der Stadt, extra für uns organisierte Feuerwerk nicht Not getan hätte ;) Heute morgen konnten wir die lokale Feuerwehr bei einem wichtigen Fotoshooting bewundern. Nach unserem gemütlichen Frühstück neben der Elektroladestation sind wir los gefahren und haben seit dem zwei neue Mitfahrerinnen an Bord.

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16. Juni – Freudiger Empfang mit Kundgebung

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Nachdem gestern leider zwei Personen gegangen sind, kamen heute drei dazu. Unter anderem haben wir jetzt einen sehr begeisterten und ausdauernden Skipper dabei, dem das Flossfahren quasi in die Wiege gelegt wurde. Dieser brachte auch gleich morgens, die etwas verspätete Person mit dem Schlauchboot an Bord. Zudem wurden wir von zwei wunderschön verzierten Kajaks begleitet, bzw. meistens überholt. Wir freuen uns schon sehr auf die weiteren Tage mit Kajakbegleitung. Weiterlesen

15. Juni – Aktion an der Urantransporte Strecke

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Nach einem ereignisreichen Tag und einer erfolgreichen Abseilaktion von der Bahnstrecke der Urantransporte sitzen wir in der einzigen Kneipe in Ediger, warten auf unser Bier und verfassen diesen Logbucheintrag. Unser Bier ist da. Bitburger…

Gestern Abend waren wir in Traben-Trabach (unter Kennern auch doubble-T-Town). Bei DEM Fest im Zirkuszelt direkt an der Mosel haben wir Flyer verteilt und auch nachts noch viele Leute motiviert unser Floß zu besuchen. Am nächsten morgen, also heute, sind wir früher als sonst losgefahren. Schon um 8 Uhr starteten wir, das Frühstück aßen wir dann während der Fahrt auf dem Floß. Weiterlesen

14.Juni – entspannte Etappe mit viel Sonne

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Wir sind heute gegen 16:30 Uhr in Traben Trarbach angekommen. Die Flößer*innen haben sich über die kürzere Etappe gefreut. Wir haben viel Sonne getankt, Baden hat unterwegs viel Spaß gemacht.Wir haben in der Nähe von der Innenstadt fest gemacht und  informieren Anwohner*innen, Passen*innen und Tourist*innen über die Atomtransporte an unserem Infostand. Den Empfang machte heute die Wasserschutzpolizei. Sie wollte nur gucken ob alles in Ordnung ist . Das haben wir bejaht. Uns geht es gut! Morgen geht es weiter nach Ediger. Über die gestrige Kundgebung in Bernkastel-Kues haben wir eine Pressemitteilung geschrieben, sie ist unter “Presse” zu finden.

13. Juni – Lange Etappe und Demo zur Begrüßung

Anti-Atom Floßtour-WEB-15 Nachdem wir es tatsächlich wir es um halb zehn geschafft hatten, alle auf Stegen und in Zelten rumliegenden Menschen zusammen zu sammeln und die herumstehenden Flaschen einzusammeln, begann der Tag mit einem Radiointerview. Kurz vor 11 legten wir schließlich ab und brachen aus Pölich zu einer langen Etappe (etwa 40km) nach Bernkastel-Kues auf. Neben viel Sonne begleiteten auch zwei Fahrradfahrer*innen die Etappe und hängten immer wieder ein Transparent an verschiedenen Brücken auf. An den Campingplätzen auf der Strecke starrten interessierte Menschen auf das seltsame Gefährt und begrüßten die Botschaft gegen Atomtransporte. Nebenbei gab es Spaß mit dem Schlauchboot, das unseren Fotografen vor einer Schleuse aussetze, damit er schöne Fotos von oben machen konnte, wobei es keinen Plan für das hinterher wieder einsammeln gab. Als wir ihn dann wieder an Bord hatten, lernten noch mehrere Personen das Floß zu steuern oder durch selbstbedienbare Sportbootschleusen zu fahren und Alex bekam Fleißpunkte für das akribische Sortieren der Office-Kiste. Weiterlesen

12. Juni – Urlaubsflair und politische Arbeit

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Das Floß startete am heutigen Montag pünktlich um 10 Uhr. Ein Fernsehteam des SWR filmte die Abfahrt. Die Floß-Crew fuhr nach Pölich – mit einem 3-stündigen  Zwischenstopp in Schweich.  Der Ort wurde ausgewählt, weil die Durchfahrt von Uranerzkonzentratzügen dort häufiger beobachtet und dokumentiert wird. Wir bauten unseren Infostand auf und informierten die Passant*innen über unsere Tour und unser Anliegen. Die Weiterfahrt nutzten einige Flößer*innen für einen Sprung ins frische Wasser. Aktivist*innen, die die Tour mit dem Fahrrad begleiteten, ließen bei der Durchfahrt des Floßes in Mehring ein Banner an einer Brücke herunter.
Wir verbringen nun die Nacht in Pölich. Die Landschaft ist wunderbar und  der Ort ruhig. Zwischen politischer Arbeit und Urlaubsflair: die Flosstour hat einiges zu bieten! Weiterlesen

10. und 11. Juni – Atomtransport und Floßbesichtigung in Trier

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Samstag Mittags waren wir fertig zum ablegen. Nach einer kurzen Einweisung für die neuen FlößerInnen starteten wir die Floßtour 2017.
Wir fuhren durch die Trierer Innenstadt nach Trier-Zurlauben. Freundlicherweise können wir am Anleger einer großen Schifffahrtsgesellschaft bis Montag liegen.
Wir bauten unseren Infostand auf und redeten mit vielen Leuten, die hier vorbeikamen und wissen wollten, warum wir unterwegs sind.
Eine Journalistin dsr Trierer Volksfreunds interwiete uns ausgiebig zu unseren Gründen, warum wir gegen Atomtransporte unterwegs sind.
Es war ein heißer, sonniger Tag und abends waren wir froh, als wir in unseren Schlafsäcken lagen. Weiterlesen

9. Juni – Das Floß wurde zusammengebaut

Morgens fuhren wir in den Yachthafen Trier. Florian, der LKW-Fahrer, krante nacheinander die beiden Floßhälften, dann Boden und Reling in die Mosel während wir das viele Holz im Fluß zusammenschoben, verzurrten und verschraubten.
Noch während wir am Zusammenbauen waren, gab es schon Berichte im Radio über unsere Floßtour gegen Atomtransporte.
Nachmittags kam der Gutachter, der unser Floß auf Schifffahrts-Tauglichkeit prüfen sollte. Wir machten eine kurze Probefahrt, auch ein Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsbehörde war mittlerweile eingetroffen. Dann bekamen wir die Genehmigung für die Fahrt.
Ziemlich Erschöpft saßen wir hinterher auf dem Floß und besprachen die nächsten Aufgaben. Bei hellem Vollmond verbrachten wir die erste Nacht auf dem neuen Floß. Weiterlesen

Flosstour gegen Atomtransporte 2017

Unter dem Motto „Mal richtig abschalten – Atomtransporte stoppen“ findet im Rahmen der bundesweiten Kampagne gegen Atomtransporte vom 9. bis zum 26. Juni 2017 eine Floßtour auf Mosel und Rhein von Trier bis Köln statt. Die Bahnstrecke Köln-Trier, die zum großen Teil parallel zu Mosel und Rhein verläuft, ist die Strecke auf der bereits häufiger Uranerzkonzentrattransporte aus dem Hamburger Hafen nach Süd-Frankreich beobachtet wurden. Diese Transporte dienen der Versorgung von Atomanlagen weltweit mit Brennstoff. Die Tour zielt darauf, die Menschen an der Strecke über Atomtransporte zu informieren und zu animieren, selbst aktiv zu werden. Veranstalter sind ROBIN WOOD und ContrAtom, unterstützt durch zahlreiche Initiativen direkt vor Ort an der Strecke.

Flosstour-Strecke 2017

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Robin Wood-Floßtour 2014

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Energiewende nicht kentern lassen

Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom -

ökologisch, dezentral, selbstverwaltet und sozial

 

Berlin – Hamburg – Anti-Atom-Camp in Kiel

vom 4.7. 14 – 10.8.14

Nachdem unser Floß in Berlin an der “Energiewende nicht kentern lassen!”-Demonstration gegen Fracking, Kohle und Atom teilgenommen hat, geht der Protest im Juli und August nun auf dem Wasser weiter. Mehr als einen Monat werden Aktive von Robin Wood auf Spree, Havel, Elbe und im Nord-Ostsee-Kanal unterwegs sein und in den Häfen für eine Energiewende von unten werben.

Während der Tour reihen sich die Probleme der fossilen Energieerzeugung wie eine Perlenkette aneinander: die Folgen des Braunkohletagebaus verschmutzen die Spree, in Wannsee wird ein Forschungsreaktor betrieben, im Wendland soll seit Jahrzehnten ein ungeeigneter Salzstock als nukleares Endlager durchgedrückt werden, in Brunsbüttel und Brokdorf stehen Atomkraftwerke, in Hamburg und Kiel finden jährlich hunderte Atom-Transporte statt.

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Route

Die Floßtour 2014 startet am 4.7. in Berlin und endet am 10.08. in Kiel.

Strecke2

Zeitplan (es kann u.a. Witterungsbedingt zu kurzfristigen Änderungen kommen):

Berlin 04.07.14
Potsdam 07.07.14
Ketzin 10.07.14
Brandenburg 11.07.14
Kranepfuhl 13.07.14
Milow 14.07.14
Rathenow 15.07.14
Molkenberg 17.07.14
Havelberg 18.07.14
Wittenberge 20.07.14
Gorleben 22.07.14
Hitzacker 23.07.14
Bleckede 25.07.14
Lauenburg 26.07.14
Geesthacht 27.07.14
Hamburg 28.07.14
Wedel 01.08.14
Glücksstadt 02.08.14
Brunsbüttel 04.08.14
Dükerswisch 05.08.14
Gieselau 06.08.14
Rendsburg 07.08.14
Flemshuder see 09.08.14
Kiel 10.08.14

 

 

 

 

Die Floßtour 2013 startete im Wendland

Zeitplan:

  • Sa. 27.04. Aufbau in Dömitz
  • So. 28.04. Aufbau in Dömitz
  • Mo. 29.04. Aufbau in Dömitz
  • Di. 30.04. Hitzacker
  • Mi. 01.05. Neu Darchau
  • Do. 02.05. Bleckede
  • Fr. 03.05. Lauenburg
  • Sa. 04.05. Geesthacht
  • So. 05.05. Oortkaten
  • Mo. 06.05. Ankunft in Hamburg
  • Di. 07.05. Hafenrundfahrten und Informationen
  • Mi. 08.05. Vorbereitungen für die Elbblockade im Greenpeace-Hafen, HH-Wilhelmsburg
  • Do. 09.05. Pressetermin mit Gewerkschafter*innen aus Kolumbien und Teilnahme am großen Einlaufen zum Hafengeburtstag
  • Sa. 11.05. Flossbesichtigung am Fischmarkt
  • So. 12.05. Auslaufparade des Hafengeburtstages
  • Mo. 13.05. Abbau im Greenpeace-Hafen, HH-Wilhelmsburg
  • Di. 14.05. Abbau im Greenpeace-Hafen, HH-Wilhelmsburg