das war die alte Presseseite…
Daniel musste die aber zumLogbuach machen,weil mit demMenu etwas nicht stimmt…
Höchst, den 27. Juli 2011
Stadtwerke atomstromfrei! – ROBIN WOOD protestiert vor Süwag in Höchst
In den frühen Morgenstunden haben AktivistInnen der Umweltschutz-Organisation ROBIN WOOD ein Transparent mit der Aufschrift “Stadtwerke atomstromfrei!” am alten Verladekran, vor dem Gebäude der Süwag in Frankfurt-Höchst entrollt. Mit der Aktion wollen sie darauf aufmerksam machen, dass die RWE-Tochter Süwag derzeit versucht, sich für die nächsten 20 Jahre Versorgungsrechte der Stadt Kelsterbach zu sichern. Süwag will das städtische Leitungsnetz übernehmen und sich in die Grundversorgung der Stadt einkaufen. Dadurch würde Kelsterbach die nächsten 20 Jahre mit “schmutzigem” Strom des Energiekonzerns RWE versorgt werden. Unterzeichnet die Stadt den Vertrag, wird das die Energiewende in Kelsterbach langfristig verhindern.
Derzeit beginnen Verhandlungen über die Konzessionen für die Stromnetze. Süwag hat der Stadt lange vor Ablauf der geltenden Verträge ein vermeintlich gutes Angebot gemacht: Stadt und Energieversorger sollen ein gemein-sames Unternehmen gründen. In diesem würde die Gemeinde Kelsterbach 51 Prozent und der Energieversorger 49 Prozent der Anteile halten. Kelsterbach soll sich für mehrere Millionen Euro in die neu gegründete Gesellschaft einkaufen und würde über die nächsten 20 Jahre dafür Rendite erhalten.
“Ein solches Angebot bremst die Energiewende in Kelsterbach für die nächsten 20 Jahre aus”, sagt Alexander Bareiß von ROBIN WOOD. Die Süwag ist ein Tochterunternehmen des Energiekonzerns RWE, der bundesweit Atom- und Kohlekraftwerke betreibt. Der Strommix des Unternehmens besteht zu 58 Prozent aus fossilen Energieträgern und zu 19 Prozent aus Atomkraft. “Mit Süwag ist eine zukunftsfähige Energieversorgung für Kelsterbach nicht möglich. Echter Ökostrom kostet den Endverbraucher nicht mehr als die Produkte der RWE-Tochter”, so Bareiß weiter.
Beim Umbau des Energiesystems spielen die Stadtwerke eine entscheidende Rolle. Nur wenn Stadtwerke als öffentliche Betriebe die erneuerbaren Energien konsequent ausbauen, kann die Energiewende gelingen. Wenn es der Süwag gelingt, sich in Kelsterbach einzukaufen, dann werden weiterhin tausende Haushalte und öffentliche Betriebe mit Atom- und Kohlestrom der RWE versorgt werden. So wird die Energiewende verhindert, weiter hochgiftiger Atommüll produziert und der Klimawandel weiter beschleunigt. ROBIN WOOD fordert den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft und den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien.
Noch bis zum 18. August findet die ROBIN WOOD – Floßtour auf Main und Rhein statt. Unter dem Motto “Mit dem Strom gegen Atom – Stadtwerke atomstromfrei!” wollen die AktivistInnen auf die zentrale Rolle der Stadtwerke beim Umbau des Energiesystems aufmerksam machen und haben auch Informationen zum Wechsel zu einem Ökostromanbieter im Gepäck. Vom 27. bis zum 28. Juli liegt das Floß in Rüsselsheim. Weitere Stationen sind Mainz und Wiesbaden.
Kontakt:
Alexander Bareiß, Pressesprecher vor Ort: 0171- 835 95 15
ROBIN WOOD Pressestelle: 040- 380 892 0
Frankfurt, den 22. Juli 2011
Mit dem Strom gegen Atom – Stadtwerke atomstromfrei!
ROBIN WOOD – Floßtour 2011 führt von Frankfurt bis Düsseldorf
Jetzt geht’s los! – Die ROBIN WOOD – Floßtour startet heute in Frankfurt am Main. Mit dem selbst gebauten Holzfloß ROBINA WALD wird eine Crew aktiver Umweltschützer-Innen während der kommenden vier Wochen auf Main und Rhein bis nach Düsseldorf fahren. Ihr Motto: „Mit dem Strom gegen Atom – Stadtwerke atomstromfrei!“. ROBIN WOOD lädt alle Menschen entlang der Strecke herzlich ein, das Floß zu besuchen und an Bord miteinander ins Gespräch zu kommen. In Frankfurt ist dies ab heute gegen 15:00 Uhr bis Sonntag 20:00 Uhr an der Anlegestelle am Eisernen Steg (Mainufer auf der Sachsenhausener Seite, unterhalb Bootshaus) möglich. Am Montagvormittag fährt die ROBINA WALD dann weiter nach Kelsterbach.
Unter dem Eindruck des Dreifach-GAUs in Fukushima hat sich sogar die Bundesregierung den Atom-ausstieg auf die Fahnen geschrieben. Tatsächlich aber sehen die geplanten Energiegesetze vor, dass hierzulande – trotz der unbeherrschbaren Gefahren – noch über ein Jahrzehnt lang Atommeiler am Netz bleiben dürfen.
Jeder Tag, an dem Atommüll produziert und eine Kernschmelze riskiert wird, ist ein Tag zu viel. Wir wollen jetzt raus aus der Atomkraft und die Energiewende voranbringen. Bloß auf Regierungshandeln zu setzen, ist dafür viel zu wenig“, sagt Stefanie Thiemig von der Floß-Crew. „Ca. eine Millionen Menschen haben inzwischen privat den Atomausstieg vollzogen und sind zu einem echten Ökostrom-Anbieter gewechselt, 1,1 Millionen weitere zu einem sog. „Schwindel-Ökostrom“ der Kohle- und Atom-konzerne. Als nächsten Schritt wollen wir nun gemeinsam möglichst viele Stadtwerke zur Umstellung auf Ökostrom bewegen. Darüber wollen wir während unserer Tour mit Interessierten und Mitstreitern vor Ort ins Gespräch kommen.“
Auch in Frankfurt hat der örtliche Anbieter Mainova bislang nur 36 Prozent erneuerbare Energie in seinem Strommix. Der Rest stammt aus Atomkraftwerken (14%) oder fossilen Energien (50%). Nach den Schreckensmeldungen aus Fukushima hatte der Konzern öffentlich zugesagt, seine Energiestra-tegie zu überprüfen. Die Konsequenz daraus steht noch aus. Solange Mainova weiterhin Geschäfte mit AKW-Betreibern macht, rät ROBIN WOOD allen Mainova-KundInnen, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. Die Gründe dafür sollten sie dem Anbieter schriftlich mitteilen, um ihn so unter Druck zu setzen, seine Einkaufsstrategie zügig zu ändern. (www.robinwood.de/stromwechsel)
Wer mehr über die Aktivitäten von ROBIN WOOD für die Energiewende erfahren will, ist herzlich eingeladen, das Floß zu besuchen. An Bord haben die FlößerInnen aktuelle Informationen rund um die Themen Atomausstieg, Ökostrom und Energiesparen sowie Umweltfilme und Aktionsideen. Gemeinsam mit der Crew können BesucherInnen das Flößerleben genießen. Auf dem Programm stehen u.a. Floß-Besichtigungen, Rundfahrten, Floß-Kino unter freiem Himmel und Mitmachangebote wie Schnupperklettern.
Das drei mal elf Meter große Floß besteht aus Kiefernstämmen, die aus einem ökologisch bewirtschafteten Wald stammen. Übernachtet und gekocht wird an Bord. Die Crew nutzt auch selbst erneuerbare Energien und hat eine Solaranlage sowie Anlagen zur Nutzung von Wind- und Wasserkraft dabei. Interessierte können sich auch im digitalen Logbuch unter flosstour.de über das Leben auf der ROBINA WALD informieren.
Kontakt:
ROBIN WOOD-Floß-Crew, Handy: 0160 – 963 47 227
ROBIN WOOD-Pressestelle: 040 / 380 892 0, presse[at]robinwood.de